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Therapeutische Lokalanästhesie

Beschreibung

Therapeutische Lokalanästhesie (TLA)

Historisch gesehen geht die Therapeutische Lokalanästhesie auf die Entdeckung des Medikamentes Novocain von Einhorn im Jahre 1905 zurück.

Die Brüder F. und W. Hunecke haben auf Grund ihrer Therapieerfolge und der Art und Weise ihrer Therapie den Fachnamen Neuraltherapie benutzt. Die TLA ist praktisch das wissenschaftliche Kind der Neuraltherapie. TLA und Neuraltherapie haben sehr viele Gemeinsamkeiten jedoch auch spezifische Besonderheiten. Beide gehören jedoch in den großen Kreis der Reflextherapien, wie die manuelle Medizin, Ohr - und Körperakupunkturtherapie und verschiedene Methoden der physikalischen Medizin, die über bestimmte vegetative und von Hormonen geleiteten Reaktionen eine Heilung des Gesamtorganismus bewirken.

Im Jahre 1951 wurde von Gross der Begriff der Therapeutischen Lokalanästhesie in der Medizin eingeführt.

Der Beginn der Schmerztherapie mit Hilfe der TLA fand in den Universitätskliniken statt. Es wurden damals viele Patienten die an chronischen Schmerzen litten, mit Hilfe der TLA behandelt. Eine der führenden Kliniken ist zum damaligen Zeitpunkt die Universitätsklinik Mainz unter der Leitung von Prof. Dr. R. Frey gewesen. Hier entstand die erste Schmerzambulanz auch unter dem Aspekt der Zusammenarbeit mit Psychotherapeuten und anderen medizinischen Fachgruppen.

Korrekter Weise müsste es eigentlich diagnostische und therapeutische Lokalanästhesie heißen, da nach eingehender Schmerz -Anamnese und körperlicher Untersuchung zuerst eine so genannte „Diagnostische Lokalanästhesie durchgeführt wird.

Hierbei werden Lokalanästhetika verwendet, die verschiedene positive schmerzstillende, entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und heilende Eigenschaften besitzen.

An das Körperteil, das der Arzt für das chronische Schmerzgeschehen verantwortlich hält, wird eine bestimmte Menge an Lokalanästhetika gespritzt. Dies können Nervenaustrittspunkte an der gesamten Wirbelsäule sein, dies können Sehnenansatzpunkte sein, dies können Zonen um Nerven herum wie z. Bsp. Peridural - und Spinalräume sein, oder auch Spritzen in und an die verschiedenen Gelenke. Weiterhin besteht die Möglichkeit eine bestimmte Menge eines Lokalanästhetikums in einer Infusion dem Patienten zu infundieren.

Am nächsten Behandlungstermin wird der Patient befragt, ob eine bestimmte Reaktion aufgetreten ist. Hat sich eine Veränderung der Schmerzsymptomatik ergeben, so war der Arzt mit seiner Bestimmung der Ursache der Schmerzsymptomatik richtig und es wird nunmehr die so genannte „Therapeutische Lokalanästhesien“ durchgeführt. Je nach Stärke der Schmerzen und Dauer der Schmerzsymptomatik werden die Behandlungen an verschiedenen zeitlichen Abständen durchgeführt.

In einem Zeitraum von 10 - 12 Monaten kommt es normalerweise zu einer wesentlichen Besserung der Schmerzstärke und der Schmerzdauer.

Die TLA ist heutzutage, in der Hand eines erfahrenen Schmerztherapeuten, eine zuverlässige Therapie zur Behandlung verschiedenster Schmerzzustände. Auch in der Sportmedizin wird es mit großem Erfolg angewendet.

Bei folgenden chronischen Erkrankungen wird die TLA angewendet:

· Chronischer Spannungskopfschmerz

· Chronischer Rückenschmerz

· Chronischer Rückenschmerz nach Bandscheibenvorfall mit und ohne Operation

· Chronische Knieschmerzen

· Chronische Schulterschmerzen

· Chronische Fußschmerzen

· Chronische Hüftschmerzen.

· Herdstörungstherapie

· unklare Schmerzen im Bauch und Rückenbereich auf Grund von schlecht verheilten Narben

· Prostatabeschwerden

· Kieferhöhlenproblematik

· Alte Zahnherde mit Quecksilber

Abschließend kann gesagt werden:

Die Therapeutische Lokalanästhesie ist ein bewährtes Therapeutikum im Rahmen der gesamten Schmerztherapie um chronische Schmerzen zu behandeln

Es gehört in den Bereich der Regulations - und Reflextherapien und muß von einem erfahrenen Schmerztherapeuten angewendet werden. Aufgrund einer millionenfachen Anwendung bisher ist es verhältnismäßig Nebenwirkungsfrei.

Man braucht zur Therapie relativ geringe Dosierungen, ohne die inneren Organe zu belasten, und die Therapie bei Beachtung bestimmter Voraussetzungen nahezu komplikationslos.

Die Therapeutische Lokalanästhesie wird bisher nicht von den Krankenkassen übernommen.

Bestimmte Teilbereiche der TLA wir z. Bsp. Nervenblocken, Periduralanästhesien werden derzeit noch von den Kassen übernommen.

Die gesamte Störfelddiagnostik und Therapie ist im Leistungskatalog des EBM der Krankenkassen nicht vorgesehen.

Folgende Mitglieder bieten diese Behandlung an:

Dr. med. Ulrike Köhler-Mignon
Dr. med. Jürgen Bachmann
Reinhold Ballweg
Dr. med. Bernhard Blimke
Dr.med.Dipl.Bio Reinhard Brendel
Dr. med. Rolf Hage
Dr. med. Winfried Hoerster
Dr. med. Barbara Karrer-Schönstedt
Dr. med. Marianne Theodora Lang
Dr. med. Stephan Lauber
Dr. med. Rainer Lüders
Dr. med. Christoph Garner (z.Zt. nicht therapeutisch tätig)
Dr. med. Michael Penninger
Dr. med. Andreas Potschka
Dr. med. Achim Refisch
Dr. med. Ute Elke Riedel
Dr. med. Bettina von Salmuth
Dr. med. Michael Sauer
Dr. med. Stefan Schramm
Dr. med. Rosemarie Siegel
Dr. med. Klaus Sommer
Dr. med. Klaus Steinbach
Dr. med. Birgit Zöller
Dr. med. Michael Möckesch
Gerhard Ullrich
Dr. med. Albert Olschewski-Hattenhauer
Dr. med. dent. Christine Rech

Termine
Februar 2017